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Warum ich Fiverr gekauft habe.

 

Es ist wieder an der Zeit meinen nächsten Aktientitel zu kaufen. Ich habe mich diesmal für Fiverr entschieden. Warum ich hier investiere, obwohl die Bewertung astronomisch erscheint, werde ich hier aufzeigen.

 

Fiverr ist somit meine 48 Aktie im Depot. Obwohl ich großer Freund von Unternehmen bin, die Plattformmodelle haben, ist dieser Wert beziehungsweiße Branche völlig an mir vorbeigezogen. Nur durch Zufall habe ich von dieser Plattform von einem Freund erfahren, welcher auf der Suche nach einem Logo war. 

 

Fiverr ist eine Plattform bei dem Verkäufer und Käufer von digitalen Inhalten sich treffen. Vergleichbar mit Alibaba und Amazon, welche eine Plattform für physische Güter darstellen. Bei jeder Transaktion auf der Plattform behält Fiverr eine Provision ein. 

 

Die Bewertung anhand diverser Kennzahlen scheint völlig überzogen zu sein. Hier sind vermutlich bereits viele Jahre Wachstum eingepreist. Der Umsatz betrug im letzten Jahr 107 Millionen Dollar und für 2020 wird mit 135 Millionen Dollar gerechnet. Das Unternehmen hat aktuell eine Marktkapitalisierung von 2,1 Milliarden Dollar. Würde man heute eine positive Marge von 20% unterstellen, dann hätte das Unternehmen einen Gewinn von 27 Millionen und ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 77. Nur hat das Unternehmen heute noch einen Verlust von über 34 Millionen Dollar. Aus diesem Blickwinkel scheint die Aktie völlig überbewertet zu sein.

 

Aktienkurs Fiverr

Quelle: Finanzen.net

 

Ich sehe hier jedoch eine veraltete Branche, welche disruptiv erschüttert werden kann. Der Anteil der Freelancer ist online noch sehr gering. Fiverr selbst beziffert den adressierbaren Markt mit 100 Milliarden Dollar. Wenn die Zahl der Freiberufler in der derzeitigen Geschwindigkeit weiter zunimmt, wird die Mehrheit der US-amerikanischen Arbeitnehmer bis 2027 freiberuflich tätig sein. Das sind Dimensionen, die solch eine Bewertung womöglich wieder zulassen.

 

Quelle: Company Presentation Fiverr

 

Da in der Vergangenheit Plattformmodelle oftmals zur Monopolisierung des Marktes neigten, wird dies hier vermutlich auch zutreffen. Ich glaube, dass Fiverr hier die Chance hat den Markt mit wenigen anderen zu dominieren. Vor allem folgende Versprechungen auf der Webseite von Fiverr lassen Positives erwarten:

 

Fiverr wirbt mit einem garantierten Zahlungsschutz. Sodass die Zahlungen an den Freelancer erst freigegeben werden, wenn man mit dem Ergebnis zufrieden ist und die Lieferung angenommen hat. Zudem wirbt es damit, dass keine [bösen] Überraschungen beim Preis zu erwarten sind, da diese direkt ablesbar sind. 

 

Vor allem den Käuferschutz finde ich persönlich gut. Somit wird es den Käufern leicht gemacht, auf der Plattform Handel zu betreiben. Durch die niedrigen Preise auf Fiverr fallen auch die Eintrittsbarrieren, sodass die Plattform erstmal ausprobiert werden kann, ohne das viel Geld versenkt wird.

 

Gerade die Corona-Krise wird den Trend zum Freelancer Dasein nochmals beschleunigen. Da die COVID-19-Pandemie Arbeitgeber und Arbeitnehmer gezwungen hat, alle Aspekte des modernen Arbeitsplatzes zu überprüfen und neue Technologien einzuführen. Home-Office erzeugt eine Transformation auf dem Arbeitsmarkt, welche eine Verlagerung hin zu mehr digitaler und unabhängiger Arbeit bedeutet. Die Plattform von Fiverr ermöglicht diese Transformation ideal. Menschen aus aller Welt können nun digitale Dienstleistungen handeln, ohne vor Ort zu sein.

 

Zukünftig können Unternehmen Kosten einsparen, da nur für erbrachte Leistung bezahlt wird und nicht mehr auf Stundenbasis. Oftmals haben Mitarbeiter nicht alle Fähigkeiten, welche vom Unternehmen benötigt werden. Durch die Plattform von Fiverr können nun für alle Arbeitsbereiche eines Unternehmens vollständig abgedeckt werden, ohne die Mitarbeiter auf Stundenbasis einzustellen. Fiverr ermöglicht es Mitarbeiter und Teams auf der ganzen Welt für die individuellen Arbeiten zu organisieren.

 

 

Fazit und Ausblick:

Fiverr deckt mit seinem Geschäftsmodell einen zukünftigen potenziellen Markt ab. Auch wenn der Wettbewerb intensiv ist, glaube ich daran, dass Fiverr sich weltweit etablieren und seinen Platz finden wird. Jedoch besteht auch die Möglichkeit, dass ein Wettbewerber das Monopol erlangt, wie es auch Facebook in den social Medien einstmals erlangte. Durch die geringen Preise auf Fiverr, fallen die Eintrittsbarrieren und beschleunigen das Wachstum. Wie auch Covid-19 zu einer Beschleunigung des Wachstums beiträgt, da viele Arbeitnehmer gezwungen sind aus dem Home-Office zu arbeiten.

 

 

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